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Von London Heathrow mit British Airways nach Tel Aviv

Gut, hier sind wir wieder…

Der Wecker klingelt, wo bin ich? Hotel, Dusche, Koffer, Taxi, Flughafen, Check-in, Sicherheitskontrolle, „Frühstück“ (Sandwich und Tomatensaft), Gate, Fensterplatz. Hier beginnt die erste kleine Folter dieses sonnigen Tages…: mein Sitzplatz befand sich genau über dem Flügel — noch dazu einem dreckigen und wirklich großen (wir flogen mit einer Boeing 777). Das wird einer dieser Tage werden. Und dem war auch so…

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Na ja, keine Aussicht. Dann werde ich noch ein wenig schlafen. Es war ein sehr früher Flug — ca. 8 Uhr morgens — also schien ein erneutes Eintauchen in die Traumwelt genau die richtige Weise zu sein, um zu fliegen.

Als ich gerade eingeschlafen war, wurde ich abrupt von einer Durchsage des Piloten geweckt. Er teilte mit, dass es aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht möglich war zu starten. Puh! Aber Vorsicht ist besser als Nachsicht. So rollten wir also zurück zu unserem Abflug-Gate und drängten uns zurück in die Wartehalle des Flughafens, bis das Problem behoben wurde.

Wir saßen dort zwei Stunden, während das defekte Flugzeugteil entfernt und durch ein neues ausgetauscht wurde. Wenigstens hatten sie das Ersatzteil zur Hand, dachte ich.

Wir drängten uns zurück in die Boeing, begleitet von den barschen (nichtbritischen) British-Airways-Flugbegleitern mit seltsamen Akzent.
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Einen Koffer zu verlieren könnte als Unglück gesehen werden…

…ihn aber zweimal auf zwei Flügen an zwei Tagen hintereinander zu verlieren könnte man als nachlässig ansehen!

Mein schwarzer Koffer kommt ganz schön rum. Sogar mehrmals im Jahr komplett um den Globus. Also können Sie sich meine… Ungläubigkeit vorstellen, als er auf einem kurzen Abstecher nach Europa – ZWEIMAL – abhanden kam!…

Ok, vielleicht bin ich auch ein bisschen schuld daran. Ich hätte auf die erfahreneren Europa-Springer hören sollen, die mir sagten, dass es bei einem schnellen Flug von Moskau nach Luxemburg am besten sei, nach Düsseldorf zu fliegen und mit einem Mietwagen etwas über zwei Stunden (200 Kilometer; untypisch autobahnartige Straßen) nach Luxemburg zu fahren. Und die Rückreise genauso – nur in die andere Richtung – zu machen.

Ich wollte die zwei Stunden hinter dem Steuer vermeiden. Also sind wir von Moskau nach Mailand nach Luxemburg geflogen (Aeroflot + Luxair), und zurück von Luxemburg nach Frankfurt nach Moskau (Lufthansa + Aeroflot). Am Ende dauerte diese Route länger, da wir in Mailand länger warten mussten, als die über zwei Stunden Fahrtzeit von Düsseldorf nach Luxemburg gedauert wären. Aber das war noch nichts…

Denn wenn Sie mit verschiedenen Fluglinien verschiedener Allianzen fliegen (mit Transfers von mehr als einem Terminal), gibt es immer das Risiko, dass das Gepäck nicht mit dem Reisenden mithalten kann. Und genau das passierte mir letzte Woche. Aber wie schon gesagt, schaffte es mein Koffer, zweimal verloren zu gehen – bei der Hinreise und bei der Rückreise! Ich hätte ihn gleich zu Hause lassen können, da ich seine Inhalte, die meinen Luxemburg-Aufenthalt komfortabel gemacht hätten, gar nicht nutzen konnte!

Auf der Hinreise war es gar nicht so schlimm: Mir wurde gleich gesagt, dass mein „Koffer noch in Mailand“ sei und er am Abend zu meinem Hotel geliefert werden würde. Puh.

Aber bei der Rückreise wurde das Ganze inakzeptabel… Zollformulare zum Ausfüllen. Man musste alles, das sich im Koffer befindet, auflisten (warum?) und es gab eine Schlange beim Fundbüro… All das bedeutete, dass ich den Flughafen erst etwa eine Stunde nach der Landung verlassen konnte.

Mein Koffer kam dann auch irgendwann an – aber erst zwei Tage später! Was wäre gewesen, wenn ich gleich hätte weiterfliegen müssen, zum Beispiel nach Südost-Asien? Ein Freund von mir hatte einmal so ein Problem. Er war auf einer Geschäftsreise in mehrere Städte der USA und sein Koffer konnte nicht mit ihm aufholen, nachdem er in Europa verschlampt worden war (obwohl er es versucht hat und ihm von Hotel zu Hotel in Amerika nachgeliefert wurde!!).

Hier ist er, vor meinem Büro in der Kaspersky-Zentrale. „Eilig“? EILIG???!!! 🙂


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Na gut, immerhin gab es etwas Positives an der ganzen Sache: Ich werde von nun an mein Möglichstes tun, bei kurzen Reisen kein großes Gepäck mitzunehmen. Nur noch Handgepäck – das ist am allerbesten.

Bis bald, Leute; bleiben Sie dran!…

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