Alles ruhig an der hochmilitarisierten demilitarisierten Front

Das ist ein sehr komischer Ort. Es ist ein Ort, der von der Außenwelt vollkommen isoliert ist – durch den Menschen (natürlich nicht so isoliert wie z. B. die Kamtschatka). Tatsächlich (durch den Menschen) isolierter als die Kernkraftwerke von Tschernobyl oder Fukushima. Zu diesen Hügeln dort am Horizont zu kommen, ist vollkommen unmöglich, selbst theoretisch – weder über Land noch Luft. Sie würden erschossen werden!

Ein mehr als absurdes Paradoxon, falls es jemals eins gegeben haben sollte: man nennt diesen Ort „demilitarisiert“. Es stellt sich heraus, dass es einer der am stärksten militarisierten Landstriche der Welt ist! Genau, Leute, das ist die Koreanische Demilitarisierte Zone – die DMZ.

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Interessante Beobachtungen, nützliche Schlussfolgerungen

Nachdem es wahrscheinlich mein „längster“ Aufenthalt in Moskau gewesen ist (em, eigentlich lebe ich hier 😀 ) – einen ganzen Monat – nahm ich kürzlich meine gewöhnlich Routine zur ständigen Änderung meines Aufenthaltsorts lands wieder auf. Es ist gut, „zurück“ zu sein; aber die Auszeit in Moskau war auch toll. Aber ich schweife ab…

Nun, ich schlüpfe stets in diese Geschäfts-Weltenbummler-Sache – ohne Sprünge um die ganze Welt, sondern eher mit kleinen Hüpfern. Und das erste, das ich nach der Landung bemerkte und meine Neugier weckte, war das Schild neben dem Aufzug in dem Bürogebäude, das wir besuchten:

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Die weltweit schönsten Länder – ein neuer Ansatz

Und jetzt zu etwas völlig anderem und nicht-industriellem. Tatsächlich geht es um das Gegenteil – natürliche und gleichzeitig künstliche Schönheit. Warum? Hier kommt die Antwort…

Nicht vor allzu langer Zeit stieß ich irgendwo (ich erinnere mich nicht genau) auf den Ausdruck „das schönste Land der Welt“. Ich dachte damals nicht weiter darüber nach, aber es scheint, dass ich es für einen späteren Besuch abspeicherte. Oh, dieses Unterbewusstsein.

Ein paar Wochen später war ich dazu gezwungen, wieder daran zu denken; ich warf einen Blick ins Internet und fand natürlich mehrere Listen, wie die „Top 10/20 der schönsten Länder der Welt“. Die Sache ist die… die meisten schienen dummes Zeug zu reden, da sie scheinbar niemals in Lateinamerika, ZentralchinaKamtschatka oder auf den Kurilen gewesen sind.

Ich gebe zu, dass es schwer ist, die schönsten Länder der Welt zu bestimmen: Schönheit ist subjektiv und daher sind die Kriterien, die man verwendet, ebenfalls subjektiv. Ich meine, welche Kriterien könnten Sie verwenden?

Nun gut, ich habe hierbei einen leichten Vorsprung – bei meiner Top-100 der sehenswertesten Orte der Welt. Mit dieser Liste können Sie (in diesem Fall ich) das Niveau der Schönheit berechnen… aber unter Berücksichtigung der Größe der Länder! Dadurch erhielten wir eine „generelle Schönheit“ statt der „Menge der schönsten Orte in einem bestimmten Land“.

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Angenehme Neuigkeiten aus China

Privyet, Leute!

Ich lasse es gerade in Moskau ruhig angehen, aber das heißt nicht, dass das Leben zum Stillstand kommt – ganz im Gegenteil!

Während ich hier in meinem Büro sitze und das Schneetreiben durch das Fenster beobachte, findet drüben in China, in der Stadt Wuzhen, die jährliche World Internet Conference statt (auf der ich letztes Jahr war). Und dieses Jahr entschieden sich die Organisatoren dazu, die (nach ihrer Meinung) besten Cyberprojekte auszuzeichnen. Und raten Sie mal, wer unter den Gewinnern ist?!

Allen Projektmitgliedern wird gratuliert! Unsere Lösung zum Schutz von Industrieinstallationen und kritischer Infrastruktur – KICS – gewann die Auszeichnung für „Weltführende wissenschaftliche und technische Interneterrungenschaften“, neben Tesla, IBM Watson und Alibaba!

Am Wettbewerb nahmen 500 Unternehmen teil und wir waren unter den 15 Gewinnern – und die einzigen aus dem IT-Sicherheitsbereich.

Stahl ’n‘ Roll

Okay, Sie haben bereits gesehen, wie im Stahlwerk Novolipetsk Steel Stahl von roten heißen Brammen zu hauchdünnen Blättern wird. Als nächstes: die Kaltwalzen- und Polymerbeschichtungswerkhalle…

Rollen aus der heißen Werkhalle werden hierher gebracht und auf Förderbändern abgewickelt und dann von hier nach dort geschoben und verschiedenen technologischen Prozessen unterzogen, um u. a. die Stahlqualität zu verbessern.

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Schwanensee

Trotz der vollkommen unsterilen Bedingungen im Stahlwerk Novolipetsk Steel, würde man draußen nicht erahnen, dass es einen riesigen Industriekomplex in der Nähe gibt. Das Management nimmt die Ökologie der Umgebung sehr ernst.

Auf dem Bild oben heißt es: „Mehr als 1,1 Milliarden in Ökologie investierte Dollar in 15 Jahren. Lipezk – die sauberste Metallproduktionsstadt in der Russischen Föderation“. Und Sie können sich wahrscheinlich vorstellen, was die Zahlen in den Wolken bedeuten: die Luftverschmutzung – und Lipezk hat die geringste Stufe/Nummer – 3,4.

Tatsächlich entschlossen sie sich hier vor mehreren Jahren dazu, Luftverschmutzung sehr ernst zu nehmen und sie drastisch zu reduzieren – und es sieht so aus, als hätten sie gute Arbeit geleistet. Überall wachsen (innerhalb des Komplexes) gesund wirkende Bäume. Sie sehen so gesund aus, dass einer der ausländischen Delegation fragte, wie oft die Zedern ausgetauscht werden? Es stellte sich heraus, dass sie niemals gepflanzt wurden und sie allein, aus eigenen Antrieb wachsen.

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Brammen mögen’s heiß

Hallo Leute!

Ich erzählte Ihnen bereits, dass das Stahlwerk Novolipetsk Steel gigantisch ist, nicht wahr? Also macht es Sinn, dass mein Bericht und die Fotos dazu nicht in einen einzigen Post passen. Daher – Sie erraten es – kommt hier der zweite Teil!…

Nun gut. 15 Millionen Tonnen Stahl – das ist genau wie viel? Ich meine, kann sich das der durchschnittliche Homo Sapiens vorstellen? Okay – hier kommt mein Versuch zur Quantifizierung der Massen…

Nun, sehen Sie den hellorangenen Block auf dem folgenden Foto? Er nennt sich – können Sie sich das vorstellen? – Bramme, und wiegt zwischen 25 und 35 Tonnen. Daher wären 15 Millionen Tonnen Stahl…

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…~500.000 solcher Brammen. Eine halbe Millionen. Das können Sie sich immer noch nicht so richtig vorstellen? Ich versuche etwas anderes:

Ein Würfel Eisen wiegt 7,87 Tonnen (Stahl wiegt 7,85; d. h., ungefähr das gleiche. Für diesen Zweck ist der Unterschied irrelevant). Also wären 15 Millionen Tonnen ca. 1,9 Millionen Kubikmeter. Und das wäre ein riesiges Stück Stahl: 100 Meter breit, 100 Meter tief und 200 Meter hoch. Und das wäre wie ein 50-stöckiges Hochhaus aus solidem Stahl. Oder ein 125 x 125 x 125 Meter großer Würfel. Können Sie sich jetzt ein Bild machen?

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Wie viel Stahl?

Nun, wie viele von Ihnen waren schon einmal in einer Anlage zur Stahlherstellung? Bitte jetzt die Hand heben…

Nun, ich war auch noch in keinem gewesen, aber träumte schon seit langem davon. Ich wollte einen Blick auf den gesamten Prozess werfen, sei es auch aus der Ferne. Sehen, wie sie Erz und Koks in den Hochofen laden, hören, wie es zischt und schmilzt, und sehen, wie das flüssige Metall gegossen wird und sich dann zu roten Metallplatten bei Temperaturen um die tausend Grad formt und dann mit der Walze ausgerollt wird. Ich kannte ein wenig der Theorie und Terminologie, aber ich hatte noch nie die Magie selbst erleben dürfen.

Und jetzt raten Sie mal… endlich…war es soweit! Unser geschätzter Firmenkunde Novolipetsk Steel lud uns nach Lipezk auf einen Rundgang ein!

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Ein kleiner Schritt in Richtung großer Industriesicherheit

Neulich wurde Innopolis – die Hightech-Stadt am Rand von Kazan, Tatartstan, 800 km östlich von Moskau – zu einem „Weltzentrum industrieller Systemcybersicherheit“.

Ich war hier zu Beginn des Jahres und bestaunte die Geschwindigkeit der Entwicklung und Ambition der Pläne, während ich innerlich die Zukunft durchging.

Zunächst einmal möchte ich einen Lobgesang anstimmen: Chapeau für die Entschlossenheit und Hartnäckigkeit der örtlichen Autoritäten, die Zuversichtlichkeit der Partner und Sponsoren, und auch die Professionalität der Unternehmer und aller anderen, die Innopolis wahrwerden ließen.

Innopolis wurde in nur drei Jahren aus dem Nichts nach einem Hightech-Konzept für Hightech-Unternehmen erbaut: hier gibt es eine exzellente Infrastruktur für Leben und Arbeit, eine spezielle Wirtschaftszone, eine Universität und einen nicht weit entfernten internationalen Flughafen.

Die ganzjährigen Bequemlichkeiten und auch die Preise hier sind so attraktiv, dass man überlegen könnte, alles hinzuschmeißen und nach Tatarstan zu ziehen! Im Winter gibt es Skiabfahrten, im Sommer gibt es den Golfplatz, im Herbst kann man Pilze im Wald sammeln und im restlichen Jahr kann in der Wolga gefischt werden. Ein 50 m2 großes Ein-Zimmer-Apartment kostet schlappe 7.000 Rubel (~ 100 €) und eine Zwei-Zimmer-Wohnung kostet nur 10.000 Rubel (~150 €), mit einem Aufzug in die Garage, die zufällig auch kaum etwas kostet – 1.000 Rubel im Monat (~14 €). Plus: das Fitnessstudio + Schwimmbad kostet nur 15.000 Rubel im Jahr (~ 220 €)!

Außerdem ist alles niegelnagelneu, modern, stilvoll und hochtechnologisch – und nur einen Katzensprung von der ländlichen Umgebung entfernt.

Es gibt nur eine Sache, die das alles ein wenig trübt: Innopolis ist von hässlichen leeren Grundstücken und Baustellen umgeben. Und dennoch – kein Omelett ohne die sprichwörtlichen Eier – und es ist offensichtlich, dass es nicht für immer so bleiben wird. Es sieht so aus, als wenn bald entweder Wohnhäuser oder hübsche Landschaft errichtet werden würden oder etwas anderes, das das Auge erfreut.

Wie Sie sehen können, gibt es eine lange Schlange, in die man sich stellen muss, um hier zu leben/studieren/arbeiten.

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