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Vom Hotel zur Kathedrale

Ich wollte schon immer nach Schottland, und habe das jetzt endlich auch geschafft. Leider nur für zwei Tage in St Andrews. Und auch wenn das zwei hervorragende Tage waren, kann man das kaum als “Reise” nach Schottland bezeichnen. Viel zu kurz war der Aufenthalt. Eine richtige Reise nach Schottland benötigt schon mehrere Tage, an denen man durch das Land kommt, um die Lochs herumfährt, die Berge erklimmt. Oh ja, Schottland hat eine ganze Menge Berge. Als das Flugzeug abhob, konnte ich ganz klar die schneebedeckten Gipfel im Norden erkennen. Leider müssen diese bis zum nächsten Mal warten.

Die schottische Landschaft schreit danach, als Desktop-Hintergrund genutzt zu werden. Sehen Sie selbst:

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Australischer Winter, schottischer Sommer

Was ist der Unterschied zwischen einem kühlen australischen Winter und einem heißen schottischen Whisky Sommer?

Da gibt es mehrere, doch die größten Unterschiede sind folgende: Zum ersten gibt es hier in “bonnie Scotland” – zumindest auf der östlichen Seite, wo wir letzte Woche waren – keine Palmen, die man vom Fenster aus sehen kann. Zum zweiten bewegt sich die Sonne hier in die entgegengesetzte Richtung, und das sehr langsam: Es wird erst gegen 22 Uhr dunkel und um etwa 4-5 Uhr morgens schon wieder hell. Klar, liegt ja immerhin auf dem 56. Breitengrad!

Wie auch immer, wir waren im sonnigen St. Andrews in Schottland, Großbritannien!

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Grünes und freundliches Land. Ups, das ist England. Oh je!

Grünes und freundliches Land. Ups, das ist England. Oh je!

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Unerwartet und extrem unerklärliche Sichtungen

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemals die Hölle gefriert oder dass in der Zwischenzeit dort eine Katze einen kurzen Aufenthalt überlebt? Genau, bestenfalls sehr gering.

Und ich habe mir immer gedacht, dass die Wahrscheinlichkeit recht gering ist, ein Auto mit einem russischen 41er-Nummernschild – Leute, das ist Kamtschatka, weit im Osten Russlands, direkt neben Japan – auf den gepflasterten Straßen der Region Kaliningrad zu sehen – direkt am anderen Ende des längsten Landes der Welt, einige Dutzend Zeitzonen voneinander entfernt. Aber ich habe mich getäuscht. Manchmal gibt es extrem unwahrscheinliche Sichtungen…:

“41”; must be on the run

Ich habe schon Motorräder mit deutschen Nummernschildern auf Kreta gesehen. Mehr als 1.000 Kilometer von ihrem Zuhause! HÄ?

Und nur hin und wieder sieht man britische Nummernschilder – vorne weiß, hinten gelb – in Moskau. Das ist schon eine ganz schöne Entfernung zum Zurücklegen.

Überrascht? Fasziniert? Beeindruckt? Sollten Sie… nicht sein…

…Denn neulich habe ich das hier gesehen:

“Extreme Duty Winch” – auf einem Extreme Duty Benz!

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Lebhaftes Sydney

Jedes Jahr zwischen Ende Mai und Anfang Juni wird Sydney nachts so richtig lebhaft: Vivid Sydney gastiert in der Stadt, ein Festival aus “Licht, Musik und Ideen” und noch einigem mehr. Mir scheint, als würde das Festival die ganze Stadt übernehmen: Das berühmte Opernhaus wird zu einer Sinnestäuschung, im Darling Harbour gibt es eine Lasershow und auf Gebäude sowie Brücken werden bizarre Bilder projiziert.

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Winterkonferenz – im Juni

Auf der Südhalbkugel – und natürlich auch in Australien, wo ich letzte Woche war – ist der 1. Juni der erste Tag des Winters. Down Under muss man kaum mit Schneeverwehungen, zugefrorenen Seen und Temperaturen von -40 Grad rechnen, aber nachts kann es schon relativ kühl werden. Die durchschnittlichen nächtlichen Tiefstwerte im nordwestlichen Australien liegen zu dieser Jahreszeit  bei 15 Grad Celsius. Aber das ist nur der Durchschnittswert; an manchen Orten kann es sogar zu Nachtfrost kommen. In Australien!! Und am Tag ist es in Broome in Kimberley auch nicht so winterlich:
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Masken-Show auf dem Markusplatz.

Ich mag es, Streiche zu spielen, verrück zu sein oder einfach wie ein Kind zu spielen – vor allem, wenn die folgenden Dinge involviert sind: eine große, freundliche Gruppe ähnlich denkender Typen und ein ganz besonderer Ort.

Kürzlich kamen diese beiden Dinge mal wieder zusammen – und es hat gewirkt. Es war der Abend nach einer unserer Partnerkonferenzen, die zum ersten Mal in Venedig durchgeführt wurde.

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Venezianische Virtuositäten.

Nach einer langen, aber absolut schönen Fahrt entlang einer ganz besonderen Küstenstraße, sind wir schließlich in Venedig angekommen! Hier hatten wir wie üblich eine Mischung aus viel Geschäftlichem und ein bisschen Freizeit (wobei das Letztere den Besuch interessanter Orte bedeutet – nicht, dass manche auf falsche Gedanken kommen!). Und ebenfalls wie üblich werde ich mich hier nicht mit dem nützlichen, aber langweiligen Geschäftsteil beschäftigen; dafür gehe ich direkt zum pikanten Vergnügen über. Und es war recht pikant; ein saftiges Abenteuer in der Avantgarde der bizarren Welt moderner Kunst…

Moderne Kunst – das ist ein… kontroverses Thema.

Aus Sicht eines Konsumenten moderner Kunst oder des Betrachters, kann sie totales Entzücken und Begeisterung auslösen, aber auch genau so gut Empörung und Ekel. Sie kann als Ideal avantgardistischer Ästhetik geschätzt werden, aber genau so den Betrachter entgeistert und sogar verärgert wegen der Absurdität mancher Ausstellungsstücke zurücklassen.

Moderne Kunst ist nicht nur kontrovers – sie kann auch verwirrend sein. Was ist hohe Kunst, was ist totale Sch…? Was ist ein Ausstellungsstück, was sind nur Befestigungen und Armaturen des Gebäudes, in dem die Ausstellung stattfindet, zum Beispiel ein Ventilator, ein Mülleimer, Reparaturen am Dach, ein Stecker in einer Steckdose?

Letzteres benötigt manchmal ein Schild, auf dem “Das ist ein Stecker, der in einer Steckdose steckt; ein Kunstwerk unseres Elektrikers” steht, ansonsten würden es manche “Kunstliebhaber” für ein Meisterwerk moderner Kunst halten. Und dann gibt’s noch Dinge wie Malevichs Schwarzes Quadrat – ein Stecker in der Steckdose, falls es je einen gegeben hat; und wie auch immer: Menschen kommen seit Jahrzehnten aus aller Welt nach Tretjakowskaja, um es mit eigenen Augen zu sehen.

Qu'est-ce que je viens de dire ? :)

Was habe ich gerade gesagt? :)

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LIGURISCHE SPAZIERFAHRT.

Vor langer Zeit setzte ich mir ein Ziel für den Fall, dass ich wieder einmal in Südfrankreich/Norditalien am Meer bin. Und nun habe ich es erreicht: Ich habe gerade eine Nachtfahrt von Nizza nach Genua auf der E80 hinter mir. Eine fantastische Fahrt. Wie Crockets Nachtfahrten auf den leeren Straßen von Miami: keine Autos, großartige Straße, großartige Musik… aber keine Ausblicke, da das Sonnenlicht fehlt.

Die Straße verläuft am Nordrand des Meers – nicht des Mittelmeers, sondern des Ligurischen Meers. Nie davon gehört? Da sind Sie nicht alleine.

Wie auch immer, die Jahre vergingen, aber mein Ziel war immer noch unerreicht. Doch jetzt wurde aus dem “muss ich einmal machen” ein “habe ich gemacht” – und sogar ein sehr befriedigendes.

Was für eine Straße. Weich wie ein Babypopo, wenig Verkehr, schöne Brücken und Tunnels, plus gute Fahrer, die die Straßenverkehrsordnung kennen und sich an die Fahrspuren halten. Doch die Hauptsache sind die Aussichten. Rechts die ligurische Lieblichkeit, links die italienische Eindringlichkeit. Hügellandschaften, das Meer, die süßen Dörfer, die Burgen oben auf den Hügeln und entlang der Küste.

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FORMEL MONACO 2015.

Es ist natürlich toll, den Formel-Eins-Grand-Prix in Monaco zu besuchen. Aber erst einmal muss man dort hin kommen.

Aber das stellte sich als gar nicht so einfach heraus, wenn die Formel Eins in der Stadt gastiert. Wenn man vor dem Hauptrennen hinkommt, was wir geschafft haben, ist es ganz ok. Aber wenn man am Renntag in den Stadtstaat reisen will, wird es kompliziert. Denn es sind so viele Straßen in und rund um das Stadtzentrum gesperrt, dass es praktisch unmöglich ist, in einem Auto vorwärts zu kommen – und falls man es doch schafft, dauert es auf jeden Fall nervtötend lange. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal in Südfrankreich sind und gerade Formel Eins angesagt ist.

Für uns sollte der Spaziergang vom Hotel zur Yacht, die wir neben der Rennstrecke gemietet hatten, nur 15 Minuten dauern. Aber sogar das dauerte länger, da so ziemlich alles sogar für Fußgänger gesperrt war. Es scheint, als gäbe es nur zwei Möglichkeiten, diesem Monte-Carlo-Sperrsyndrom zu entkommen – entweder man verbringt die Nacht auf einer Yacht (hmmm, keine so schlechte Idee) oder man fährt mit einem kleinen Motorboot zu der Yacht. Aber nur die erste Möglichkeit – das Schlafen auf der Yacht – ist sinnvoll, wie wir herausgefunden haben: Denn sogar auf einem kleinen Motorboot kann man im Verkehr stecken bleiben – in einem Boot-Stau!!

Kurz, im nächsten Jahr werden wir wohl die Yacht zu unserer Basisstation machen – zum Schlafen und für die Action :).

1.
monaco-f1-1An Land ist im Grunde jede Fläche, jeder Balkon, einfach alles mit Formel-Eins-Fans bedeckt. Interessanterweise waren ein paar Balkone komplett leer. Man könnte meinen, die Besitzer würden die Schlüssel über das Wochenende an Freunde oder Verwandte geben, wenn sie selbst Wichtigeres zu tun haben und nicht in der Stadt sind, oder? Vielleicht hätten sie ja Lust, die Schlüssel für eine kleine Gegenleistung an uns zu geben? :)

2.

Les habitants du penthouse à trois fenêtres ne sont clairement pas fans de F1, et ?

Die Einwohner der Penthouse-Wohnnungen mit drei Fenstern sind also wohl keine Formel-Eins-Fans?

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MEIN GABUN–ISRAEL–FRANCE–MONACO GRAND PRIX.

Ich habe einige Zeit lang nichts geschrieben. Der Grund dafür ist, dass die letzte Woche entsetzlich hektisch war – ohne freie Minute, in der ich meine Finger auf die Tastatur hätte legen können. Aber jetzt holen wir auf…

Ich habe es geschafft, vom letzten Montag bis zum Samstag vier Länder auf drei Kontinenten zu besuchen: Gabun, Israel, Frankreich und Monaco. Dafür brauchte es sechs Flüge – durchschnittlich einen pro Tag. Ich bin zwar enge Zeitpläne gewohnt, aber die letzte Woche war schon verrückt: So ein Non-Stop-Leben ist für Körper und Seele zu viel. Ich brauchte anschließend das ganze Wochenende, um wieder normal zu werden.

Und auch wenn ich keine Zeit zum Schreiben hatte – war doch immer Zeit, auf den Auslöser zu drücken. Daher kommt hier ein schneller Foto-Artikel meines ganz persönlichen internationalen Grand Prix der letzten Woche – aufgeteilt in vier “Runden”…

monaco-8-1024x683 Mehr: MEIN GABUN–ISRAEL–FRANCE–MONACO GRAND PRIX.