Das Land der aufgehenden Verkaufsautomaten.

Konnichiwa Leute!

Zunächst muss ich mich für das chronologische Durcheinander der letzten Ereignisse entschuldigen: Das was ich hier beschriebe, passierte vor Monaco. Gehen wir also ein bisschen zurück… und damit in das Land der aufgehenden Sonne.

Immer im Herbst veranstalten wir in Japan unsere jährliche regionale Partnerkonferenz, natürlich mit vielen Besprechungen, Interviews, Präsentationen, Partys und viel mehr. Der Höhepunkt für mich war diesmal, wie gut meine neue Präsentation darüber, wie wir die Olympischen Spiele in Sotschi schützten, ankam. Die Presse war so begeistert davon, dass sie sogar in den Hauptnachrichten kam und dann mehrere Male wiederholt wurde. Auf dem größten Sender des Landes! Gefällt mir!

Familiar face on Japan TV. Nice!Wenigstens ist das Datenkabel grün.

Familiar face on Japan TV. Nice!

In Japan ist der Bär das Symbol für Russland (wahrscheinlich nicht nur in Japan 🙂 ) und wir sind eine grüne IT-Sicherheitsfirma; deshalb ist unser japanisches Maskottchen ein grüner Bär. Ist ja logisch. Ein Stereotyp nehmen und es grün anmalen? Aber klar!

Green bear v.1Der grüne Kaspersky-Bär, Version 1.1.

Erst kürzlich wurde unser Bär neu gestaltet und bekam ein Ugrade; er sieht jetzt so aus (der Bär auf der rechten Seite 🙂 ):

Green bear v.2

Eine andere Beobachtung: Der Software-Retail-Verkauf in Japan ist im Eimer!

Ein Beispiel: Tokios riesiger Elektronikmarkt Yodobashi Kamera.

Ich erinnere mich daran, dass die Software-Abteilung in der Vergangenheit die Größe von etwa einem Viertel eines Fußballfelds hatte. Antivirus-Software wurde aus Körben in der Größe von Doppelbetten verkauft. Die Verkäufer glichen eher Marktschreiern und die Einkäufer drängten sich in Massen durch den ganzen Laden.

Und heute? OMG! Software ist jetzt in einer ganzen… Ecke zu finden, es gibt keine marktschreierischen Verkäufer mehr – denn man sieht auch keine Einkäufer. Das Software-Geschäft hat sich ins Internet verlagert. Unsere Statistiken bestätigen das, mein Besuch in dem Laden bestätigt es auch.

Aber kommen wir nun zu etwas völlig anderem, aber immer noch ziemlich japanischem…

Ein paar Worte zu Verkaufsautomaten. Die sieht man hier überall: sprichwörtlich an jeder Straßenecke. Es scheint, als wäre das die Art, den Menschen den täglichen Einkauf rund um die Uhr zu erleichtern – bei möglichst niedrigen Kosten. Und was man aus den Automaten alles kaufen kann… nun, suchen Sie sich etwas aus – es ist erhältlich.

Der Georgia-Kaffee fällt mir immer auf…

Georgia coffee. What Georgia? Why?

Er fällt mir auf, aber ich kapier’s nicht: Wenn es das amerikanische Georgia ist, was macht dann der schneebedeckte Berg auf der Packung? Wenn es das andere Georgia (also Georgien) ist, was hat das Land mit Kaffee zu tun? Aber in japanischen Automaten sind solche unvereinbaren Ungereimtheiten an der Tagesordnung – und nicht nur in den Automaten. Erinnert mich ein bisschen an Bill Murrays Whisky-Werbung in Lost in Translation.

Georgia coffee. What Georgia? Why?„Georgia On My Mind Verkaufsautomat“

Aber moment… wenn wir genau darüber nachdenken… Was haben Diebe, weiße Socken oder ein Arsenal mit American Football, Baseball und Fußball zu tun?! Nix. Aber ich schweife ab…

Es stellte sich heraus, dass diese ungewöhnlich benannten Getränke in japanischen Verkaufsautomaten ganz gut schmecken und man immer eine große Auswahl hat. Tee, Kaffee, mit Milch oder ohne, kalt, heiß. Exotischere Angebote sind brennend heiße Miso-Suppe in einer Metallflasche oder Süßmais in Dosen, ebenfalls heiß – und auch mein Lieblings-Snack von „Station 5“ an den Hängen des Fuji. Vor allem nach einem langen Aufstieg und Abstieg :).

Wenn wir gerade von leckeren Dingen sprechen…

Leckeres Essen und gute Getränke kann man hier auch in Hotelzimmern finden…

In meinem fand ich eine Flasche Bier. Zunächst habe ich sie nicht beachtet. Als ich sie dann aber probierte, hat sich das geändert: Sie hatte meine ganze Aufmerksamkeit.

Ein unglaubliches Bier! Wer kann Japanisch lesen? Was ist das? Besorgt mir 10 Kästen!

This beer rocks!

Und neben dem Bier war eine Packung unidentifizierter Salz-Snacks. Knusprig. LECKER. Die besten Snacks, die ich je hatte, genau wie das Bier das beste ist, das ich je schlürfte. Aber ich habe keine Ahnung, aus was die Snacks gemacht sind. Einem Tier? Einem Gemüse? Ein totales Rätsel – zumindest für Nicht-Japaner. New Yorker Bretzen, deutsche Wurst, britisches Schweinefleisch… all das verblasst im Vergleich mit dieser mysteriösen, regional-gastronomischen Leckerei!

... and crisps too!

Das war’s für heute. Wer die mysteriösen Leckereien identifizieren kann, kommentiert bitte unten mit sachdienlichen Hinweisen. Fortsetzung folgt!…

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