Pandagarten.

Meinen aktuellen China-Urlaub verbrachte ich vor allem in der Provinz Sichuan (beim Großen Buddha von Leshan, dem Emei, in Huanglong und Jiuzhaigou). Die Leute sagen: Man soll sich den örtlichen Gepflogenheiten anpassen. Ich sage: Wenn man in Sichuan ist, soll man sich den Pandas anpassen!

Irgendwie habe ich nun schon eine Menge über China geschrieben – seine Berge, Schluchten, Wälder, Wasserfälle, Seen, Straßen, Flughäfen, Warteschlangen, Buddhas und das Wetter – aber ich habe bisher Chinas wichtigstes, überall geliebtes Tier total unterschlagen! Um das zu ändern, geht es in diesem Beitrag um den chinesischen Panda, und nichts wird mehr unterschlagen…

Hier ist einer – in der Chengdu Panda Base.

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https://instagram.com/p/9TguZFOiWW/

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Es ist ein Großer Panda, der zur Familie der Bären gehört – ein Cousin des Braunbären! Es gibt auch noch den kleinen Roten Panda, eine komplett andere Kreatur, sowohl im Aussehen, als auch im Verhalten. Warum sie den gleichen Namen tragen, weiß ich nicht.

Wie auch immer, meine größte Entdeckung war, dass der Große Panda wahrscheinlich das faulste Tier der Welt ist. Nein, ich flunkere. Das drittfaulste Tier der Welt: Direkt hinter dem Koala und dem Faultier.

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Sie tun den ganzen Tag nichts außer Schlafen! (Und wenn sie nicht schlafen – essen sie.) Alle Pandas, überall hier, in allen möglichen komischen Stellungen.

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Die Chinesen haben Humor: Hier steht über den Panda im Foto oben: „Yong Yong ist stark und aktiv“. Wer bin ich, das anzuzweifeln?

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Der Panda im folgenden Foto ist aufgewacht, krabbelte langsam zum Wasserloch und als er dort war ist er schnell… eingeschlafen! Für Pandas ist das Wassertrinken ganz klar ein Drei-Stufen-Prozess: (1) Aufwachen und zum Wasser trampeln, (2) ein kurzes Nickerchen machen und schließlich (3) loslegen und H2O schlürfen.

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Alle Großen Pandas stehen aufs Schlafen, sowohl die Erwachsenen als auch die Kleinen. Nach einiger Zeit ist das für Touristen nicht mehr so interessant…

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…Also liegt es an den Roten Pandas, die Touristen zu beeindrucken. Diese fröhlichen, kleinen Kreaturen laufen herum, essen Äpfel und andere Vegetation und hüpfen über den Köpfen der Besucher von Baum zu Baum.

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In der Zwischenzeit schlafen die Großen Pandas immer noch, wenn sie nicht zwischendurch etwas essen. Übrigens essen sie nicht nur Bambus – eine Tatsache, die man hier auf jeden Fall mitbekommt, denn es steht überall auf großen Schildern. In der Wildnis macht Bambus 99 Prozent der Pandanahrung aus – das sind pro Tag etwa 20 bis 40 Kilogramm von dem Zeug!

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Warum essen Pandas so viel?…

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Hier die Antwort:

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Und das, meine Damen und Herren, ist das Leben der Pandas – reichhaltig und faszinierend :). Leider sind Pandas so faul, dass sie sich nicht einmal groß um die Fortpflanzung kümmern. Zudem haben der Klimawandel und die menschlichen Aktivitäten dazu beigetragen, dass die Gebiete in denen Bambus wächst immer weniger werden, so dass immer weniger Pandas in freier Wildnis leben. Traurigerweise sterben die süßen, schwarz-weißen „Bären“ aus. Ein Skandal. Aber es gibt Hoffnung: Die chinesische Regierung nimmt das Problem sehr ernst. Hoffen wir also, dass sich die Lage verbessern wird.

Zuletzt noch etwas Kurioses: Das folgende Foto zeigt nicht den Eingang zur Panda-Basis, sondern den Eingang zum örtlichen Polizeirevier:

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Das war’s für heute. Ich hoffe, Sie haben jetzt ein grundlegendes Verständnis für alles, was Pandas betrifft!

Die restlichen Fotos des Pandagartens gibt’s hier.

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