An der Themse entlang nach Greenwich

Hallo Freunde!

Ich bin die ganze Woche über geschäftlich in London gewesen: zwei Konferenzvorträge, Interviews, Geschäftsessen — das Übliche. Wie es so üblich ist, war auch ein bisschen Zeit für Sightseeing. Neulich hatte ich das Glück, dass ich die gesamte Arbeit noch vor dem Mittagessen zu erledigen hatte und den Rest des Tages mit Freizeitaktivitäten verbringen konnte. So zog ich mir an diesem Vormittag meine altbewährten schicken Jeans an, packte meine Turnschuhe in meine Tasche, um mich später im Büro umzuziehen, und so brachen wir auf — nach dem obligatorischen Full English Breakfast. 🙂

Die vormittägliche Arbeit, die ich erwähnte, bestand darin, eine Präsentation auf der Cloud Expo Europe zu geben. Diese wurde hier abgehalten, im riesigen ExCel London, das wie ich bald herausfinden sollte nicht weit von meinem Lieblingsfluss, der Themse, entfernt ist :). Also brachen wir — mein Reisebegleiter A. Sh. und ich — nach der Konferenz in Richtung Themse auf…

Nur fünf Minuten zu Fuß von der Messehalle entfernt befindet sich die Gondelbahn Emirates Air Line, die die Themse überquert und die A. B. und ich beim letzten Mal zwar , aber nicht nehmen konnten, weil wir keine Zeit dafür hatten. Ich bin froh, dass wir diese Woche Zeit dafür hatten, denn die kurze Fahrt ist einfach großartig. Sehr zu empfehlen — wenn die Sonne scheint, was bei uns der Fall war.

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Nach dem luftigen Ausflug kamen wir zurück auf dem Boden (der Realität) an, um einmal mehr die verlassenen und abscheulichen Industriebauten entlang des Flussufers auf dem Weg nach Greenwich zu sehen.

Viele der Straßennamen sind sehr illustrativ und stammen aus der Zeit der früheren britischen Industrialisierung und Seemacht. Zum Beispiel Ballast Quay, Crane Street und Crews Street: zweifelsohne ausgesprochen passende Namen — zumindest vor ein paar Jahrhunderten. Ich habe mir die Schattenseiten dieses Industrieaufschwungs immer düsterer vorgestellt: betrunkene Matrosen, schmuddelige Bistros, leichte Mädchen, dreckige Kinder, übler Gestank und so weiter. Ich nehme mal an, dass Wasted Crew Street oder Stinky Quay nicht die gewünschte Vorstellung von britischer Pracht und Prestige vermitteltet hätten…

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Zurück zu positiveren Dingen… Wir sind am Royal Observatory in Greenwich angekommen (lesen Sie die (sehr lange) und beeindruckende Geschichte dieses Ortes einfach auf Wikipedia nach — und vergessen Sie nicht als Zeichen des Respekts Ihren Hut zu ziehen :)).

Die Aussicht vom Observatorium:

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Das erste Teleskop der Welt wurde … in einem Brunnenschacht konstruiert! Genau hier.

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Angehende Astronomen studieren hier die Überbleibsel des 40-Fuß-Teleskops von William Herschel.

Ein Besuch in Greenwich wäre nicht vollständig ohne ein Foto vom Nullmeridian.

 

Verschiedene historische Geräte um den Himmel zu beobachten:

All diese Weltraum-Beobachtungsgeräte erinnerten mich an meine kürzlich gemachte Reise zum Observatorium auf Teneriffa, wo die Geräte nicht analog, sondern vielmehr digital sind :).

Das brachte mich auch zu dem Schluss: „Innovation zahlt sich immer aus“.

Im 17. Jahrhundert bestand die britische Astronomie aus zuvor nie getätigter Forschungspionierarbeit. Aber vielleicht — so kommt es mir vor — war es Großbritannien im Gegenzug für diese zukunftsweisenden Anstrengungen als Erstes möglich, den eigenen Standort auf den Ozeanen der ganzen Welt genau bestimmen zu können. Dies half dem britischen Imperium sich über die Ozeane über die ganze Welt ausbreiten zu können. Also wie ich schon sagte: Innovation zahlt sich immer aus — meiner bescheidenen Meinung nach. (Ich bin nun auch kein Experte bezüglich der Geschichte der Schifffahrtsnavigation, aber ich hab mich gefragt, ob die Dinge vor der industriellen Revolution wirklich so waren.)

Und mit dieser ausgefallenen Anmerkung verabschiede ich mich von Greenwich. Noch eine Aussicht vom Hügel und es ging zurück zur Themse:

Und zurück zur Cutty Sark. Noch ein Déjà-vu!…

 

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Das nächste Mal kommt der Spaziergang entlang der Themse. Aber davon mehr in dem nächsten Post…

Alle Fotos von Greenwich finden Sie hier.

Bis bald, Freunde!

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