Monatliches Archiv: Juli 2016

Grönland, Teil 2 – Flughäfen

Kangerlussuaq. Wahrscheinlich weltweit der merkwürdigste internationale Flughafen. Zuallererst: Versuchen Sie mal, ihn richtig auszusprechen. Rutscht einem kaum von der Zunge, nicht wahr? Ich hatte damit auch meine Probleme.

Dann gibt es da noch die geo- und demografischen Besonderheiten…

Haben Sie jemals einen internationalen Großflughafen in einem Dorf mit nur 500 Einwohnern gesehen? Nicht 500.000 – 500! Nun, jetzt war es bei mir soweit :).

Und haben Sie schon einmal einen Flughafen gesehen, bei dem es für Inlandsflüge überhaupt keine Sicherheitskontrollen gibt?! Man spaziert rein, checkt ein, gibt das Gepäck ab, und kann dann einen Rundgang machen – selbst nochmal aus dem Flughafen raus! Wenn Ihr Flugzeug bereitsteht, können Sie von wo auch immer Sie sich gerade befinden, hinlaufen, ohne dass es Sicherheitsprobleme geben würde. Ein Traum!

Ok. Hier ist die Antwort auf Frage Nr.2:

Grönland ist ein sehr bergiges und eisiges Land. Also ist der Bau eines Flughafens – für den man ein gutes Stück Flachland für die Landebahn braucht, und natürlich nichts Bergiges in der Nähe, das den Flugzeugen beim Starten und Landen in die Quere kommen könnte – keine einfache Aufgabe. Sie fanden jedoch einen Ort, der ihnen geeignet schien – Kangerlussuaq: ein irres Stück flaches Gebirge, dass weit genug von den nächsten Klippen entfernt ist. Das einzige Problem: die Landebahn ist bloß 2,8km lang!

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Willkommen in Grönland!

Durch eine Laune des Schicksals fliege ich oft über den Nordatlantik. Europa-Amerika-Europa; manchmal auch Asien-Amerika-Europa; manchmal andere, exotischere Kombinationen. Beispiel: Manchmal komme ich dazu, über Grönland zu fliegen. Manchmal geschieht das nachts – da gibt es nichts zu erzählen. Andere Male ist es am Tag, jedoch ist das Wetter normalerweise polar und die Sicht ist nicht gut. Aber manchmal, sehr selten, hab ich Glück: ich fliege über Grönland und es ist wirklich sonnig und panoramaartig…

Ein Beispiel dafür haben wir im Juli 2012wahnsinniger Trip, wahnsinniges Flugzeug, wahnsinnig gutes Wetter.

grenlandiya_1Vorgespult bis zum Juli 2016 und schon wieder haben wir wahnsinnig schönes Wetter über ganz Weiß-, emm… Grönland. Aber diesmal bin ich nicht nur darübergeflogen, dieses Mal bin ich dort gelandet und dort ein paar Tage geblieben. Hurraaa!

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Cyber-Schreckensnachrichten: Die Zukunft ist da und kommt mit auferstandener Malware

Wie immer in dieser Kolumne, gebe ich Ihnen eine Zusammenfassung der wichtigsten und neusten Geschichten aus den Cybernews, die vielleicht noch nicht in den Medien erschienen sind, aber die dadurch nicht weniger erschreckend sind. Und wie immer sind es fast nur schlechte Neuigkeiten. Es gibt noch immer ein paar Gründe dafür, trotzdem optimistisch zu bleiben – aber nur wenige. Uua!

Cyber-Schreckensnachricht Nr. 1: Die Zukunft ist da.

Ein Screenshot aus Blade Runner

Viele Autoren lieben es, darüber zu phantasieren, wie die Zukunft aussehen wird. Oft tauchen Wissenschaftler mit tiefgründigen Überlegungen zum Menschen und seinem Platz im Universum auf. Da haben wir z. B. die russischen Gebrüder StrugatskiPhilip K. Dick, und Arthur C. Clarke (mit seinem „Übersetzer“ für die Silberleinwand Stanley Kubrick). Und sehr oft ist eine solche tiefgründige philosophische Überlegung düster und furchteinflößend.

Und selten sind die Überlegungen weniger tiefgründig und philosophisch, aber können auch zur Realität werden – tatsächlich ist das oft der Fall. Und hier komme ich ins Spiel!…

Nun, im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts liebte es der einfache Diener, Gruselgeschichten dazu, was in der Zukunft passieren könnte, zu erzählen. Ein Beispiel: eine Kaffeemaschine startet einen DDoS-Angriff auf den Kühlschrank, während die Mikrowelle die Fabrikations-PIN des Entsafters herausfindet, und so eine Textanzeige auf dem digitalen Display anzeigt.

Weniger als ein Jahrzehnt später und solche Science-Fiction-Geschichten werden wahr…

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Tag 3-5: Stars + Musik = Starmus

Die Reise des Starmus-Schiffs Enterprise ging weiter – zum dritten, vierten und fünften Tag! Ja, fünf volle Tage für eine einzige Konferenz – und ich bin bei (fast) jedem Vortrag (der ersten drei Tage) dabei: das erste Mal für mich.

Ich habe die letzten drei Tage in einem Post zusammengefasst, da fünf Posts zu einer Konferenz ein bisschen zu viel des Guten wären… so oder so waren die letzten drei Tage ein bisschen weniger umwerfend intergalaktisch als die ersten zwei Tage. Sie waren aber trotzdem nicht schlecht, einschließlich der Starmus-„Star“-Momente, wie diesem hier:

Stephen Hawking

Dieser clevere Bursche braucht kaum vorgestellt zu werden. Er begann mit einer  kurzen Geschichte zu seinem Leben. Natürlich kann man alles über ihn in Wikipedia nachlesen, aber es ist natürlich viel besser, das aus seinem eigenen Mund zu hören. Eigentlich nicht wirklich aus seinem eigenen Mund, sondern von einer Software, die seine Augen scannt und die entsprechenden Wörter auswählt, die dann einen Satz ergeben. Das und die synthetisierten Wörter über das Soundsystem waren wirklich beeindruckend. Was für ein Typ! Ein beeindruckender Charakter. Großen Respekt.

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Starmus – Tag 2: Die erstaunlichen Ringe des Saturns und das erstaunliche Gedächtnis von Ratten

Starmus ist eine stellare Quantumkonferenz! Ich kann mich an keine Konferenz erinnern, bei der ich, von Anfang bis Ende, zu jedem Vortrag gegangen wäre, aber hier war das der Fall (nun, fast). Durchgehend interessant, lebhaft, fesselnd, stimulierend. Kurz und knapp: nicht von dieser Welt – wie die meisten Themen, die behandelt wurden.

Nun gut. Hier ist meine kurze Zusammenfassung von allen Vorträgen des zweiten Tages:

Brian Schmidt

Der amerikanische/australische Astrophysiker. Nobelpreis für Physik im Jahr 2011. Ein nachdenklich stimmender Vortrag zur Dunklen Materie, aus der, wie er schätzt, ein Großteil des Universums besteht, aber die wir weder mit bloßem, noch mit trainiertem Auge, noch mit Unterstützung eines Mikro-/Teleskops sehen können. Er erzählte uns auch von Dunkler Energie (hört sich wie eine Untergattung von Techno an 😀 ), die, obwohl sie komplett unbekannt und ungesehen ist, „theoretisch das ganze Universum durchdringt“! (- Wiki).

Galaxien rotieren, Universen dehnen sich aus: es scheint, als würde schwarze (unbekannte) Materie mit schwarzer Energie spielen. Obwohl wir sie nicht sehen können, macht sie dennoch… 95% unseres Universums aus! Anders gesagt, macht das, was wir um uns herum sehen, nur 5% der Materie und Energie des Universums aus. EH?!?!!

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Starmus – Tag 1: Ein Urknall fürs Hirn!

Hallo Leute!

Ich bin noch immer auf Teneriffa – und heute auf dem Starmus Festival. Anders als gewöhnliche Festivals, kombiniert Starmus Astrophysik, grundlegende  Physik und Musik. Noch nie davon gehört? Nun, ich bis dieses Jahr auch nicht, aber hier bin ich jetzt und nutze die Gelegenheit, Ihnen davon zu erzählen!

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Kurz und knapp: Dies ist eine Konferenz, auf der die coolsten, außergewöhnlichsten Wissenschaftler aus der ganzen Welt formale Vorträge halten, aber nebenbei auch recht ungezwungen sprechen – über die Sterne, den Kosmos und den Mikrokosmos, oder was auch immer ihre besondere Nische ist, der sie ihr Leben widmen.

Es fallen große Namen: Stephen Hawking, wahrscheinlich weltweit der größte Star der Wissenschaft, ein Physik-Kosmologe, dessen wissenschaftlichen Theorien nach ihm benannt sind; Brian May – der Gitarrist von Queen – und auch Astrophysiker; Brian Eno –Ambient-Musik-Pionier, Roxy Music-Mitglieder, U2-Produzent und Vordenker; der Astronaut Alexey Leonov, Held der UdSSR und der erste Mensch, der einen Weltraumspaziergang machte; und viele andere…

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Volazycano!

Zurück auf Teneriffa. Genial! Und da wir einen ganzen Tag eingeplant hatten, um uns vor der Dienstreise zu akklimatisieren, war es  höchste Zeit , hinter das Steuer und über diese Haarnadelkurven auf den Vulkan zu kommen. Natürlich!

Nun, um auf die Spitze eines Vulkans zu kommen, muss man wandern, klettern und kraxeln, manchmal über mehrere Tage (Kilimanjaro, z. B.). Es gibt ein paar Ausnahmen, eine ist der Ätna, den man mithilfe eines Ski-Lifts und dann eines speziell ausgerüsteten Busses besteigen kann. Eine andere ist der Teide auf Teneriffa. Das ist einer für wiiirklich faule Touristen.

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