Ein 3D-Drucker im nassen Bayern

Servus!

In London war es trocken und sonnig, aber nicht weit davon entfernt, in Mitteleuropa, entstand durch dauerhaften starken Regen Hochwasser, das ganze Landstriche überflutete. Auch in Bayern: Grauer Himmel und anscheinend endloser, immer nur kurz unterbrochener Regen – nicht gerade das, was man im Juni erwarten würde.

Wir waren etwas außerhalb von München bei der jährlichen 24 Hours Conference, einem VIP-Rummel, den die Deutsche Telekom organisiert – in einem schönen alten Schloss. Hier kommt eine recht heterogene Gruppe Delegierter aus verschiedenen Ländern und verschiedenen Industriezweigen zusammen, die die aktuell brennendsten Probleme diskutieren und ihre Träume für eine bessere Zukunft für alle Menschen austauschen. Gefällt mir :).

Munich_Germany_24_hours_conference1

Natürlich war ich für  jenen Raum eingeplant, auf dessen schwerer Eichentür „Security“ stand. Während ich aber nach diesem Raum suchte, kam ich an anderen Räumen mit recht interessanten „Themen“ auf ihren Türen vorbei. Eines der fesselndsten Themen war „3D Printers“. Da war ich mehr als nur neugierig, also schaute ich einmal hinein. Und wer hätte das gedacht – da stand ein 3D-Drucker in Fleisch und Blut!

Im Grunde ist es ein Rahmen in Würfelform, in dem sich ein gesicherter Schlauch bewegt, der einen dünnen Strahl flüssigen Kunststoffs ausspuckt, der sich langsam formt… naja, zu eben dem vorher eingegebenen Gebilde – zumindest so lange es sich um kleinen Plastik-Nippes handelt. Einige der gedruckten Dinge sehen Sie auf den Drucker-Fotos:

Munich_Germany_24_hours_conference_3d_printer1

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London im Juni: Viel zu sehen und ein Meer aus Menschen

Hallo da draußen – diesmal schreibe ich aus London!

Ich glaube, ich war noch niemals im Sommer in London. Herbst, Winter, Frühling – oft war ich schon hier, aber aus irgendeinem Grund noch nie im Sommer.

Und darum war mir auch nicht klar (das war vielleicht naiv), dass der London-Tourismus im Sommer seine Hochzeit hat. Entlang der Themse (meine Lieblingsroute für einen Spaziergang – einfach zu finden, man kann sich nicht verlaufen und man sieht wahnsinnig viel) mussten wir uns den Weg durch die Menschenmassen bahnen. Die Schlange für das London Eye war abartig lang (und erinnerte mich an die furchtbar langen Schlangen bei der Passkontrolle am JFK!). Dann waren da noch die ganzen Straßenkünstler, Musiker, Radfahrer… und noch mehr  Schlangen – diesmal für Eiscreme.

london-summer1London Eye? Ney, danke

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Neuseeland 2013. Das Finale – Tage 15-17. Fehler, Frühstücke und Folgerungen

Neuseeland 2013. Tag 15. Fehler.

Alle, die mir in meinen Neuseeländischen Reiseberichten gefolgt sind, wissen bereits, dass der unerwartete, sintflutartige Regen mehrmals unser Pläne durchkreuzt hat. Trotz unserer heldenhaften Bemühungen, alles zu sehen, mehrmaligem Routenwechsel und Hunderten von Extra-Meilen auf der Straße, blieben einige Sehenswürdigkeiten doch unerreichbar und damit ungesehen. Diese müssen also auf das nächste Mal warten…

Wie auch immer, heute erzähle ich ein bisschen über das, was wir verpasst haben, denn dieser Reisebericht soll ja alles enthalten, was man in Neuseeland gesehen haben muss – wenn das Wetter mitspielt.

Wir haben fünf Muss-man-gesehen-haben-Orte verpasst:

1. State Highway 6 – entlang der Westküste der Südinsel. Wir haben davon nur den nördlichen Teil gesehen, doch der südliche Teil ist genau so schön – eine entspannte Fahrt dorthin ist ein Muss. Vor allem für Liebhaber von engen Kurven :).

Hit the road, Sydney

Ja, ich bin immer noch hier unten, im sonnigen Australien – und quietschvergnügt. Wir waren kürzlich an der Ostküste, bei dem grünen Band zwischen Pazifik und der Grenze zum riesigen wüstenhaften Landesinneren von Australien. Wir waren in Brisbane, Sydney und Melbourne – den großen Städten – von Norden nach Süden. Von Brisbane nach Sydney sind es etwa 1.000 Kilometer. Wenn Sie also jemals Down Under sind, und zwei oder drei Tage Zeit zur Verfügung haben, empfehle ich Ihnen, sich einen Mietwagen zu nehmen – am besten ein Cabrio – und die ganze Strecke zu fahren.

Australia seasideDer frühe Vogel fängt… die Wellen

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Neuseeland 2013. Tage 12-14. Seen, Gletscher und was man unbedingt gesehen haben muss.

Neuseeland 2013. Tag 12. Unvergleichliche Seen.

Es wäre undenkbar, nicht auch die spektakulären Seen Neuseelands in diesem Reisetagebuch zu erwähnen – selbst wenn wir nicht viel Zeit hatten, sie wirklich ausführlich zu betrachten.

Die Seen sind einfach magisch – groß, türkis gefärbt, von satten Bergen und anderen schönen Passagen umgeben… und zwar auf beiden Inseln. Leider sind wir an den meisten nur vorbeigefahren – manchmal an ein paar Seen pro Tag, hin und wieder gab es eine Mittagspause an einem Seeufer, und ein paarmal waren einige von uns sogar Schwimmen. Doch leider hatten wir nicht die Zeit, die Seen genau zu studieren und alles über sie zu erfahren. Doch wir haben es immerhin geschafft, ein paar richtig gute Fotos für Sie zu machen:

New Zealand Lakes

 

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Paradiesischer Sonnenaufgang in Down Under

Hallo – aus dem Paradies!

Das ist wirklich der Name des Ortes, den ich glücklicherweise kürzlich besuchen durfte – Surfers Paradise. Und es ist einer der besten Orte auf der Welt, um den Sonnenaufgang zu sehen – aus dem 60. Stock oder so des Q1 Tower. Und der Tagesanbruch ist in diesem Jahr besser als je zuvor – keine Wolken weit und breit, freier Blick bis zum Horizont. Atemberaubend!:

Australia Surfers Paradise Gold Coast sunrise

Australia Surfers Paradise Gold Coast sunrise

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Neuseeland 2013. Tage 9-11. Die drei R: Route, Regen und Raritäten

Neusseland 2013. Tag 9. Route

Am neunten Tag in Neuseeland trampten wir einfach den Pfad zurück, den wir schon gegangen waren (siehe Tag 7). Also verbrachten wir den Tag vor allem damit, die Landschaft zu bewundern, die wir bereits gesehen hatten. Auf verschiedenen Webseiten heißt es, dass dieser Touristen-Weg einer der schönsten der Welt ist (unter den nicht so schweren). Dem kann ich nur zustimmen – das ist mal ein Beispiel dafür, dass das Internet nicht lügt. Der Weg ist wirklich „wow“!

New Zealand Routeburn Track

New Zealand Routeburn Track

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Anekdoten von der IT-Security-Front

In meinem Job komme ich viel in der Welt herum, spreche bei Konferenzen und treffe mich mit anderen Experten, um ihnen meine Geschichten zu erzählen und mir ihre anzuhören. Und eines Tages habe ich mir gedacht, warum sollte man diese Geschichten nicht auch hier erzählen? Darum hier einige auf recht unterschiedliche Art „witzige“ (wortwörtlich und im übertragenen Sinne) Geschichten aus der Welt der IT-Sicherheit.

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Patente gegen Innovationen – Fortsetzung

„Patente gegen Innovationen“. Das klingt so paradox wie „Bienen gegen Honig“, „Hamburger gegen Ketchup“, „Studenten gegen Sex“ oder „Rock’n’Roll gegen Drogen“.

Patente gegen Innovationen? Wie kann es sowas geben? Patente gibt es ja schließlich, um die Rechte von Erfindern zu schützen, um Rendite aus Entwicklungsinvestitionen zu erhalten und generell, um technologischen Fortschritt zu ermöglichen. Nun ja, für manche Bereiche mag das gelten, in der heutigen Software-Welt ist das allerdings leider ganz anders.

Das heutige Patentrecht ist in Bezug auf Software… naja, es ist ein bisschen wie bei diesen Zirkus-Spiegeln, die die Wirklichkeit verzerrt darstellen. Das Patentrecht ist mittlerweile so weit weg vom gesunden Menschenverstand, dass es offenkundig absurd ist; das ganze System muss bis in seine Grundlagen überarbeitet werden. So schnell wie möglich! Andernfalls wird es einfach keine neuen innovativen Patente mehr geben, die das System eigentlich fördern sollte. (Toll gemacht, Patentsystem. Ausgezeichnete Arbeit.)

Wie sind wir also in diesen Schlamassel geraten?

Nun, entgegen der ursprünglichen Absicht, Erfinder mit Patenten zu schützen, sind sie heute eher Erpressungswerkzeuge, die genau das Gegenteil bewirken. Modernes Patentgeschäft ist reine Technologie-Gaunerei – eine Kreuzung zwischen… einer diebischen Elster und einem kleptomanischen Affen – mit boshaftem Gespür dafür, alles Wertvolle ins eigene Versteck zu locken.

Wachstum der gerichtlichen Patent-Verfahren mit Beteiligung von „Trollen“

trollcase

Quelle: PatentFreedom

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Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück

„Alles in der Welt muss langsam und falsch von statten gehen, damit der Mensch nicht hochmütig werde, damit der Mensch traurig und verwirrt sei.“

Wenedikt Jerofejew, Moskau – Petuschki

Ich hätte nie gedacht, dass ich diesen Satz jemals benutzen werde, wenn ich über die Antivirus-Industrie spreche, doch genau das mache ich jetzt. Natürlich läuft nicht alles auf der Welt reibungslos. Wirtschaftliche Realität und die Suche nach neuen Kunden schaffen es immer wieder, sogar die Besten auf die dunkle Seite zu locken. Diesmal erlag eines der bekanntesten Testlabors der AV-Branche – AV-TEST – den Verlockungen.

Vergleichstests: Ein paar Hintergrundinformationen für Einsteiger

Wie schafft man es, das beste Produkt einer Gruppe zu finden? Und woher weiß man, dass es wirklich das beste ist? Nun, wahrscheinlich würden Sie die Vergleichstests in Magazinen oder ihren Online-Versionen lesen. Ich bin sicher, das ist für Sie nichts Neues. Das gleiche gilt auch für Antivirus-Lösungen – es gibt mehrere Testlabors, die alle möglichen Antivirus-Produkte testen und vergleichen, und dann die Ergebnisse publizieren.

Doch nun hat das renommierte deutsche Testlabor AV-TEST recht still (es gab keine Vorwarnung) seinen Zertifizierungsprozess geändert – warum auch immer (ich werde unten versuchen, die möglichen Gründe herauszufinden). Die Änderung bedeutet, dass die nach den neuen Regeln erstellten Zertifikate, gelinde gesagt, ziemlich nutzlos sind, wenn man die Leistungen der verschiedenen AV-Produkte vergleichen möchte.

Ich würde sogar sagen, dass die Zertifizierungen von Heimanwenderprodukten im Antivirus-Bereich durch AV-TEST keinen angemessenen Vergleich der Produktqualität mehr erlauben. Ich würde es daher nicht empfehlen, diese Zertifikate zur Auswahl eines Sicherheitsprodukts für Ihren PC heranzuziehen. Denn eigentlich sollte man annehmen können, dass zwei Produkte, die das gleiche Zertifikat bekommen haben, in ihrer Leistung auch gleichwertig (oder zumindest fast gleichwertig) sein sollten. Mit den neuen Zertifizierungsstandards von AV-TEST, muss der Anwender selbst die eigentlichen Testergebnisse jedes einzelnen Tests vergleichen… und wird dabei vielleicht feststellen, dass ein Produkt, das 99,9 Prozent aller Angriffe blockiert, das gleiche Zertifikat erhalten hat, wie ein Produkt, das nur 55 Prozent aller Angriffe abwehrt.

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