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Verschlüsselte Kommunikation und reale Sicherheit: Die Balance finden.

Die aktuelle Debatte nach David Camerons Vorschlag, in Großbritannien verschlüsselte, private Kommunikation zu verbieten, hat einige sehr wichtige Probleme aufgezeigt.

Der Vorschlag würde ein Verbot von Messengern wie WhatsApp, iMessage oder Snapchat in Großbritannien bedeuten. Technisch ist das zwar möglich, doch so ein Verbot für die Nutzung aller verschlüsselten Kommunikationskanäle ist nicht leicht durchsetzbar.

Und ich bezweifle, dass so etwas dem Land mehr Sicherheit im Offline-Bereich bringen würde.

Die Aufgabe von Sicherheitsdiensten und Strafverfolgungsbehörden ist, die Öffentlichkeit vor Kriminellen, Terroristen und anderen Bedrohungen zu schützen. Es scheint, als wollten Sicherheitsdienste die Möglichkeiten haben, auf unsere Kommunikationen zuzugreifen, um illegale Aktivitäten zu unterbinden und verhindern zu können, und um damit die Öffentlichkeit besser schützen zu können.

Doch Verschlüsselung ist lebenswichtig für die Cyber-Sicherheit und um Kommunikationen vor Hackern und Cyberkriminellen zu schützen. Müssen wir den Schutz unserer Daten und Online-Kommunikation aufgeben, um die Sicherheit im täglichen Leben zu verbessern? Ich bezweifle sehr, dass wir das tun sollte.

Ich denke, dass ein Verschlüsselungsverbot, wenn es denn eingeführt wird, die Offline-Sicherheit nicht fühlbar verbessern wird. Aber es wird auf jeden Fall den Stand der Cyber-Sicherheit verschlechtern und schließlich normale Anwender und Firmen allen möglichen Cyber-Angriffen, Hackings und Spionageversuchen aussetzen.

Regierungen haben schon oft versucht, die IT-Sicherheit zu untergraben, um Daten sammeln zu können. So haben wir in unserem Virenlabor bereits Schadprogramme mit der Qualität staatlicher Programme analysiert (etwa Flame), die unter anderem legitime Programme wie Microsoft Update ausnutzen.

Ich kenne den Wert der mit dieser Aktion gesammelten Daten nicht, doch die Existenz solcher Schadprogramme hat der globalen Cyber-Sicherheit nicht gut getan.

Ich glaube, das eigentliche Problem hier ist, dass globale Staatsführer und Geheimdienste anscheinend einen Widerspruch zwischen Sicherheit und Cyber-Sicherheit sehen; während die Cyber-Sicherheit eigentlich ein wichtiger und wertvoller Teil der allgemeinen Sicherheit sein sollte.

Mein 2014: Ein Stürmen und Drängen und das Land wird uns gehören und überquert sein.

Nur noch wenige Tage hat dieses Jahr, also stürme und dränge ich besser und blicke auf 2014 zurück, bevor ich jedem dazu gratuliere, ein gutes Jahr gehabt zu haben, und jedem das Beste für ein überragendes Jahr 2015 wünsche…

Also, was war was, wo, warum, wie, und all das…

Geografisches zum ersten Mal.

Vor drei Jahren erstellte ich eine ganz subjektive Liste mit den “Top-100-Orten, die man auf der Welt gesehen haben muss” – Plätze, die ich für die atemberaubendsten auf dem ganzen Planeten halte. Ich war noch nicht an allen Orten, die darauf zu finden sind – viele waren noch unbesucht. Dadurch bleibt es interessant (zumindest für mich!), da ich immer wieder Orte abhaken kann (normalerweise im Rahmen von Geschäftsreisen – zwei Fliegen mit einer Klappe und so :) ).

Im Jahr 2014 gab es sechs neue Häkchen:

– Patagonien
– Big Island, Hawaii (Details dazu gibt’s hier und hier)
– Norwegische Fjorde
– Die Kurilen
– Die Tunnel von Jerusalem
Kathmandu, Nepal

Doch wohin hat es mich in diesem Jahr sonst noch verschlagen, was nicht in die Top-100-Liste gepasst hat?

Mehr: Mein 2014: Ein Stürmen und Drängen und das Land wird uns gehören und überquert sein.

Das festliche Endjahresfest – 2014.

Traditionell gab es auch in diesem Jahr unsere Weihnachts-/Neujahrsfete – die Art von Party die bei anderen, langweiligeren Unternehmen “Firmenfeier” heißt. Das beschreibt aber nicht so richtig, was wir machen – und in diesem Jahr gilt das mehr denn je…

Am vergangenen Freitag trafen sich 1.700 Kaspersky-Mitarbeiter und viele Gäste aus aller Welt im riesigen moskauer Olympiastadion für die Mega-Sause. Wir aßen, tranken, waren fröhlich; wir tanzten, redeten und haben uns gegenseitig Preise verliehen; wir waren Teil – oder sahen zu – eines außergewöhnlichen Eis-Spektakels und der KL-Bühnenshow (an der 110 Kollegen mitwirkten); dann tanzten wir noch mehr und dann noch mehr… alles, um das Jahr gebührend zu beenden – und die nächsten, sogar noch besseren 12 Monaten einzuläuten.

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Mehr: Das festliche Endjahresfest – 2014.

Schwerelosigkeit: Sprachlosigkeit.

Ich habe neulich die unerfreulichste Funktion meiner Lieblingskamera Sony RX-100 entdeckt: Sie macht bei null Gravitation keine Fotos! Statt dessen meldet sie nur “Drop detected” und schaltet sich ab. Aber ich habe sie nicht fallen gelassen! Das Einzige, das gefallen ist, war die Erdanziehungskraft – auf null! Sony, ich weiß, ihr habt momentan genug Stress, aber bitte – dieses Problem muss gelöst werden!!

Zero gravity experience

Später habe ich herausgefunden, dass es möglich ist, diese “Funktion” abzuschalten, doch im Eifer des Gefechts, wenn man gerade in die Schwerelosigkeit übergeht, ist das letzte, das man tun will, sich durch komplexe, verschachtelte Menü-Ebenen der verwendeten Kamera durchzukämpfen. Aber zum Glück hatte so ziemlich jeder andere auf dieser Schwerelosigkeitsmission (dazu gleich mehr) eine Kamera dabei und sie haben alle die ganze Zeit fotografiert…

Das ist das einzige Foto des Tages, das ich geschossen habe – bevor meine Kamera aufgegeben hat:

Zero gravity experience

Vorschau: Wir sind alle wie Astronauten in einem Raumschiff in der Luft geschwebt, und zwar in diesem Monstrum

Also, Schwerelosigkeit – totale Schwerelosigkeit, null Gravitation… Was ist das?

Eigentlich ist das nicht so exotisch und unerreichbar, wie man zunächst glauben könnte. Lassen Sie es mich an einem Mini-Experiment demonstrieren…

Stehen Sie auf und springen Sie hoch und runter.

Nein, wirklich, ich meine es ernst!

Zero gravity experience

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Muschelschalen und ein Hotel an der Küste.

Nachdem wir kürzlich eine Nacht in einem Hotel in Cascais, etwas außerhalb von Lissabon, verbracht haben, musste ich unbedingt an meinen Laptop und Ihnen drüber berichten. Ich habe ja schon einige Hotels gesehen, aber das hier werde ich nie vergessen…

Willkommen im Fortaleza do Guincho. Es ist einfach, es ist elegant, es ist gemütlich. Ein Boutique-Hotel mit einem Michelin-besternten Restaurant (wir haben aber im örtlichen, billigen Fischlokal gegessen, dass ebenfalls einen Michelin-Stern verdient hätte :) ). Kurz: eine tolle Unterkunft.

Aber das Hotel bekommt nicht wegen der genannten Punkte einen eigenen Blogbeitrag. Sondern wegen des abgedroschenen Grundstücksmakler-Dreiers: Lage, Lage, Lage. Denn dieses himmlische Hotel liegt direkt an der Atlantikküste – im Grunde fast schon im Atlantik. Das Meer ist buchstäblich vor dem Fenster. Der Klang Lärm der Wellen, die an die Felsen schlagen… das ist fast hypnotisch – und lullt einen schneller in ein meditatives Dösen als man “40 Augenblicke” oder “Om” sagen kann. Unglaublich. Ich will schon wieder dorthin zurück!

So sieht das Ganze von oben aus:

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Quelle

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Ein Palast, eine Burg und ein Kap nahe Lissabon.

In der letzten Woche hatten wir einen weiteren freien Nachmittag in Portugal. Natürlich haben wir den so gut wie möglich ausgenutzt.

Auf unserem Weg zum Flughafen von Lissabon haben wir einen Abstecher zu zwei weiteren interessanten portugiesischen Sehenswürdigkeiten gemacht.

Sie sind nicht so monumental wie die Klippen, die wir an der Südküste des Landes gesehen haben, aber dennoch einen Besuch wert. Die erste Sehenswürdigkeit, wirklich nah bei Lissabon, ist die Stadt Sintra (und der Pena-Park). Die zweite ist der westlichste Punkt Europas – Cabo da Roca – ungefähr 20 Kilometer von Pena entfernt.

Der Pena-Park ist im Grunde der Palácio Nacional da Pena, hoch oben auf einem Hügel (500 Meter über dem Meer).Es gibt verschiedene touristische Leckerbissen in und um das Gelände, aber die zwei Hauptattraktionen sind der Palast selbst und das Castelo Mouros – die Mauren-Burg – eine weitere alte Konstruktion auf einem Hügel (und die coolere der beiden).

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Palácio Nacional da Pena

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Wie viel pro Minute? Das spanische Parkticket-Rätsel.

Immer noch in Spanien. Nach Barca düsten wir nach Sevilla. Wir suchten einen Parkplatz für unser Auto für ein paar Stunden, also fuhren wir zum Parkplatz am Flughafen. Und da sahen wir es: Aberwitz mit einem großen A. Oder zumindest sah es zunächst so aus…

An der Wand des Parkplatzes hängt diese Preisliste:

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For Those About To Rocks: Earth, Wind And Ocean.

Wir hatten kürzlich einen freien Tag nach einer Partnerkonferenz in Portugal.

Was sollten wir unternehmen?

Ganz einfach: Ein Auto mieten und die Südküste des Landes entlangdüsen! Wir starteten in Faro.

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Nebensaison – beste Saison.

Ich hab’s endlich kapiert.

Die beste Zeit, in Europa herumzureisen, ist der November!

Die ganzen Schönwettertouristen sind weg und es dauert noch einen Monat bis die Weihnachts-/Neujahrstouristen zurückkommen. Genau – der November ist die perfekte Zeit des Jahres für entspannende Spaziergänge entlang europäischer Straßen und den Besuch von (leeren!) Kathedralen, Palästen und Museen. Zwar ist das Wetter nicht so toll wie im Sommer, aber Europa – vor allem der südliche Teil von Europa – hat sowieso kein so raues Klima, also ist das absolut machbar.

Natürlich muss man mit etwas Regen rechnen und man muss eine Jacke oder einen Mantel anziehen… na, wenn schon. Ein kleiner Preis dafür, dass man nicht in Menschenmassen ertrinkt, nicht endlos Schlangestehen muss und nicht dauernd anderen Touristen bei deren Fotos im Weg steht.

A.B. und ich hatten auf diesem kurzen Ausflug nach Europa Glück: Wir schafften zwei Stunden Gondelfahren rund um Venedig und hatten einen ganzen Tag in Barcelona.

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Nano-Rennen.

Ein perfektes Wochenende, wie… riecht das? Ich meine ein perfektes Wochenende für Jungs… jeden Alters? :)

Ich glaube fest daran, dass die Antwort so lautet: Ein perfektes Wochenende für Jungs jeden Alters riecht nach schmorenden Bremsbelägen, Motordämpfen, Benzin und Adrenalin. Motorsport. Das ist wie Rock’n’Roll, nur besser.

Gerade kürzlich hatten einige Kameraden und ich etwas Freizeit zwischen zwei Geschäftsterminen und wir fuhren runter nach Italien, um beim Adria-24-Autorennen dabei zu sein. Das ist nur ein nationales Rennen, aber dennoch ein echt adrenalinanregendes. Leider stieg uns der süße Geruch des Erfolgs nicht in die Nase, denn etwa zur Halbzeit – nach 12 Stunden – gab unser Wagen auf und war nicht mehr zu retten. Sehr schade. Hier sieht man das arme, ausgemergelte Ding:

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