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Onekotan: Nichts ist besser.

Ich weiß nicht, warum, aber aus irgendeinem Grund sind Vulkane mein liebstes Naturphänomen.

Ich bin schon einige in aller Welt hochgeturnt und habe noch viel mehr von Hubschraubern aus gesehen – und noch mehr von der Seite. Die Aussichten, die sie alle bieten, sind atemberaubend. Santorin, der Fuji, der Gorely (vor dem Ausbruch), der Mutnowski, der Ksudatsch… Ich muss mal alle zusammenrechnen.

Alle Vulkane sind einzigartig und haben jeweils ihre Eigenheiten, und jeder ist auf seine eigene Art wunderschön. Es ist also nicht gerade einfach, sie zu vergleichen und in eine Rangfolge zu bringen.

Allerdings weiß ich jetzt zumindest, welcher Vulkan an der Spitze meiner Liste der besten Vulkane steht.

Ganz einfach: Es ist der Krenizyn auf der kurilischen Insel Onekotan. Das ist ein recht exklusiver Vulkan – für die ansporuchsvollen Vulkan-Connoisseure; er hat noch nicht einmal eine englische Wikipedia-Seite, und die deutsche Seite ist auch recht kurz :).

Aber die Ausblicke, die er bietet, sind absolut magisch.

Die fast perfekt runde Caldera ist riesig – sie hat einen Durchmesser von sieben (7) Kilometern. In der Caldera ist ein entsprechend großer See, aus dem der Kegel eines neuen Vulkans (mit 1.324 Metern Höhe) herausragt. Der Vulkan ist rundum vom Meer umgeben; der See liegt auf einer Höhe von etwa 400 Metern über dem Meeresspiegel und ist etwa 200 Meter tief. Das sind die Eckdaten dieses fantastischen Naturphänomens.

Kuril islands, Krenitsyn volcano

Mehr: Onekotan: Nichts ist besser.

Kurilisches KLima.

Um echte Tundra zu sehen, muss man anscheinend gar nicht in den hohen Norden (oder tiefen Süden – zum Beispiel nach Tierra del Fuego) reisen; denn etwas sehr Ähnliches kann auch in absolut moderateren Breiten gefunden werden. Zum Beispiel auf den Kurilen.

Kuril islands

Hier auf den Kurilen hat sich Mutter Natur anscheinend einen freien Tag genommen, als letzte Hand an das Klima angelegt wurde. Auf der einen Seite der Inselgruppe liegt der kalte Pazifik, auf der anderen Seite das bitterkalte Ochotskische Meer. Wenn der Wind von Süden her bläst, kann es warm und schwül sein; wenn er von Norden her kommt, überzieht eine sibirische Kälte das Land. Es ist also alles etwas durcheinander. Aber im Winter ist es hier generell immer sehr kalt – mit hüfthohem Schnee; während es im Sommer nur mittelmäßig kalt ist – aber immer mit hoher Luftfeuchtigkeit, plus Nebel, plus nieselnd, plus Regen. Mehr: Kurilisches KLima.

Erstaunt auf Kunaschir.

Abgesehen vom Cha-Cha, gibt es auf Kunaschir noch einiges mehr zu entdecken…

…zum Beispiel die skurrilen Lavasäulen an der Küste, die fantastischen Fumarole des Mendeleyeva-Vulkans und die überwältigenden Schlammbäder in der Govlovnin-Caldera. In einem 30 Grad heißen, schlammigen See zu schwimmen ist nicht unbedingt meins, aber mit dem Vulkanismus des Mendeleyeva – vor allem den Lavasäulen hier – ist das schon etwas anderes. Einfach erstaunlich unvergesslich.

Kuril islands

Kuril islands Mehr: Erstaunt auf Kunaschir.

Tya-Tya-Cha.

Der Tyatyaauf der Insel Kunaschir ist ohne Zweifel einer der schönsten Vulkane der Welt. Wenn also der Atsonupuri der Aston Martin der Vulkane war, muss der Tyatya wohl der Rolls Royce der Vulkane sein, denke ich.

Kuril Islands, Tyatya volcano

Er hat eine fast perfekte, konische Form mit abgeschnittener Spitze. Und von der großen, alten Caldera ragt ein weiterer, junger Kegel 300 Meter in die Höhe.

Mehr: Tya-Tya-Cha.

Schikotan – das Neuseeland der Kurilen.

Wenn Sie schon einmal in Neuseeland waren und dann eines Tages auf der Insel Schikotan aufwachten (ohne zu wissen, wie Sie dort hingekommen sind oder warum Sie so lange geschlafen haben, usw., usw.), würden Sie wahrscheinlich denken, Sie wären nach Neuseeland teleportiert worden. Sie sind sich einfach so ähnlich!

Nicht-vulkanische, sanft wogende Graslandschaften, Mini-Bambus, fotogene und anscheinend ganz bewusst platzierte Bäume. Alle schön geschnitten, gefärbt und – möchte man meinen – mit Photoshop bearbeitet und glänzend unter dem unvermeidlichen kurilischen Regen. Wenn man noch Schafe und Sonne dazunehmen würde, wäre es eine genaue Kopie von Neuseeland – irgendwo im Zentrum der Nordinsel.

Kuril Islands - Shikotan Mehr: Schikotan – das Neuseeland der Kurilen.

Atsonupuri: Der Aston Martin der Vulkane

Die Kurilen sind alle vulkanisch. Auf den 56 Inseln des Archipelagos gibt es insgesamt 68 Vulkane, von denen 36 noch aktiv sind.

Es gibt kleine Vulkane und große, die bis zu zwei Kilometer hoch sind, und auch kleine Vulkan-„Pickel“. Bei unserer Expedition haben wir sieben davon bestiegen, und haben dabei etwa sechs Kilometer auf der y-Achse und etwa hundert auf der x-Achse zurückgelegt. Die rauchenden Sieben waren folgende: EbekoKrenitsinaUshishirZavaritskovoAtsonupuriTyatya und Mendeleyeva.

Zum Glück waren alle Aufstiege leicht und kein wirkliches Bergsteigen; manchmal waren sie lang und anstrengend, aber niemals zu hart. Man muss es einfach locker uns langsam machen, die Lungen erst zur vollen Leistung bringen, ein bisschen schwitzen und bevor man sich’s versieht ist man nach zwei oder drei oder vier Stunden auf dem Gipfel. Und das ist die Anstrengung wert – die Schönheit, das Erstaunen und Glückseligkeit. 360-Grad-Großartigkeit – nach außen und nach innen in die Kaldera oder den Krater. Dann kommt das Klick-Klick der Leica und schon geht’s wieder nach unten. So ging das die meiste Zeit. Nur beim Atsonupuri auf der Insel Iturup war das anders…

1 2 Mehr: Atsonupuri: Der Aston Martin der Vulkane

Internet Security 2015: Unter der Haube

Hier bei Kaspersky Lab gibt es eine Tradition (abgesehen von den jährlichen Sommer-Geburtstagspartys und den Weihnachts-/Neujahrsfeiern). Jedes Jahr im Spätsommer bringen wir die neuen Versionen unserer Heimanwenderprodukte auf dem Markt. Tja, der Sommer ist schon fast wieder vorbei (Was? Wie schnell ging das denn?) Darum möchte ich Ihnen einige der Highlights der neuen Funktionen unserer 2015er Versionen vorstellen – oder anders gesagt: die neuesten schlauen Tricks der Cyberkriminellen, die wir mit den neuen Technologien zunichte machen :).

Also, legen wir los…

Mehr: Internet Security 2015: Unter der Haube

Die Antwort auf die ultimative Frage nach dem Leben, dem Universum und einfach Allem.

Viele von Ihnen wissen wahrscheinlich, dass die Antwort auf die ultimative Frage nach dem Leben, dem Universum und einfach Allem 42 ist. Aber niemand – NIEMAND! – nicht einmal Douglas Adams, der die ultimative Frage sowie ihre Antwort erfunden hat, weiß, warum es 42 ist, und nicht 17, 41 oder 43. Ich wusste es bisher auch nicht. Aber jetzt weiß ich es. Und Sie werden es nicht für möglich halten…

Ich habe nicht nach der Antwort auf diese ewige Frage gesucht. Es war anders herum – die Antwort hat mich gefunden: In einem heißen Fluss auf der Insel Iturup!

Also, die Antwort auf die ultimative Frage nach dem Leben, dem Univesum und einfach Allem ist „42“. Das ist die Wassertemperatur dieses magischen Flusses

1 Mehr: Die Antwort auf die ultimative Frage nach dem Leben, dem Universum und einfach Allem.

Insel Nr. 16: Simuschir.

Hier kommen weitere Abenteuer auf den Kurilen

Unsere Expedition lief so: neuer Tag – neue Insel. Insgesamt hatten wir 18 Tage und waren auf 12 Inseln (wenn wir Sachalin hinzuzählen). Jeden Tag gab es eine neue Strecke, neue überwältigende Aussichten, neue fantastische Erfahrungen.

Jeder Tag startete normalerweise auf unseren Motrobooten, mit denen wir an neuen unbekannten Küsten ankamen. Manchmal war das leicht, manchmal war es eher wie in „Saving Privat Ryan“; fast. Das Meer war aufgewühlt, es regnete und stürmte, und das Adenalin pumpte durch den Körper – genau wie das Cortisol. An solchen Tagen war schon die Fahrt zur Küste so etwas wie eine Heldentat, also haben wir diese Tage mit einer genau so heldenhaften Feier im Camp beendet.

Doch an klaren Tagen waren die Landungen und die Zeit auf den Inseln einfach und ungezwungen. Der Tag auf Simuschirwar so ein Tag.

Simushir, Kuril Islands Mehr: Insel Nr. 16: Simuschir.

Insel Nr. 14: Uschischir.

Vor einem Monat kannte ich einen der erstaunlichsten, bezauberndsten und fotogensten Orte unseres Planeten noch gar nicht. Jetzt kenn ich ihn. Ich spreche über Uschischir.

„Uschischir?” werden Sie nun fragen. Was ist das? Ein entfernter Verwandet von Yorkshire? Ein Cousin von Shir in Tolkiens Mittelerde?

Nein, natürlich nicht. Uschischir ist ein alter Vulkan mit einer Caldera, die bis auf Meereshöhe eingestürzt ist. Eine Vulkanbucht.

Der beste Platz hier für visuelle Meditation ist ganz oben an der Kante der Caldera. Die Bucht selbst ist eine Augenweide. Und dann kommen an den Außenseiten noch Wellen vom Pazifik und vom Ochotskischen Meer hinzu. Hier kann man einfach sitzen und stundenlang die Umgebung anstarren. Und je höher man die Kraterseiten hochwandert, desto besser – die Aussicht ist den Aufstieg allemal wert.

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Da braucht man keine Photoshop-Verbesserungen. Naja, vielleicht ein kleines bisschen

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